Mfg Rüsselbach e.V.
der etwas andere Verein

Werner Heinrich, unser Preuße im Verein.







Nein, dem letzten Deutschen Kaiser ist unser Werner sicher nicht mehr begegnet, auch wenn dieser Spruch mit Anspielung auf sein Alter schon mal die Runde macht und immer wieder für Heiterkeit sorgt. Aber natürlich ist Werner als Jahrgang 1937 nicht mehr zu den jüngsten unseres Vereins zu zählen. Aber er hat sich die Freude am Leben und unserem gemeinsamen Hobby des Modellbaus erhalten und ist immer für einen lustigen Spruch zu haben. Nun, Werner ist in Berlin geboren und somit nicht auf den Mund gefallen.

Und was er sich in den zurückliegenden Jahrzehnten an Erfahrungen und Kenntnissen angeeignet hat, davon können die jüngeren Vereinsmitglieder profitieren. EWD messen, Motorsturz und Motorzug, all jene Dinge welche beim Aufbau eines handgefertigten Modells beachtet werden müssen. Und die Feinheiten und Tricks gibt er gern an den Nachwuchs weiter. In Zeiten von geschäumten Fertigmodellen denken wohl nur noch wenige an die elementar wichtigen Einstellungen an ihren Flugmodellen. Alte Hasen wie Werner haben den Flugmodellsport noch von der Pieke aus gelernt, auch Rückschläge einstecken müssen und noch die Zeiten durchlebt, als ein gefüllter Teller auf dem Tisch wichtiger war als ein tolles Flugmodell am Himmel. Und so hat er jahrelang mit dem Modellbau pausiert und sich primär berufliche Ziele gesteckt.

Mit dem Modell „Primus„ von Carrera fand er 1980 den Wiedereinstieg zum Flugmodellsport. Bis zu seinem Umzug in die Region Franken im Jahr 1995 war er Mitglied im BVM (Berliner Verein für Modellbau und Flug) und engagierte sich dann über 10 Jahre lang im NFC (Nürnberger Fliegerclub). Seit dem Jahr 2005 ist er nun Mitglied in unserem Verein, der Fritz Graf Modellfluggruppe Rüsselbach e.V. An die 200 Modelle hat er seiner Schätzung nach bislang gebaut, ein Großteil davon Segelflieger. Besonders die Sparte Nurflügler hat es ihm angetan. Und so füllen einige Seiten seines Fotoalbums viele Modellvarianten von Horton, Fauvel und anderen exotisch anmutenden Modellen. Auch viele Auftragsarbeiten hat er ausgeführt, in der Regel maßstabsgetreue Modelle für Ausstellungen oder Dekorationen. Hierzu genügen ihm Detailfotos oder eine 3D-Seitenansicht der betreffenden Modelle. Auch kann er auf ein umfangreiches Archiv an Bauplänen und Explosionszeichnungen zurückgreifen, welches sich im Laufe der Jahre bei ihm angesammelt hat. Die Begrifflichkeit „sammeln„ ist ein besonderes Thema bei Werner. Er kann so gut wie nichts wegwerfen oder sich davon trennen. Irgendwann kann man das bestimmt noch einmal gebrauchen – auch einer seiner Leitsätze. Und so stapeln sich in Kisten und Kartons in seinem großzügig bemessenen Hobbykeller alte Bauteile, Stecker und Kabel, Elektromotoren, Flächenhälften, Fahrwerke und Räderwerk in allen Größen und Bauarten. Hinzu kommen noch in Büchsen und Blechdosen gelagerte Schrauben und Muttern in allen Variationen. Für einen Außenstehenden ein heilloses Durcheinander, für Werner aber ein Sammelsurium an Schätzen und erhaltenswerten Kostbarkeiten. Eine Vielzahl von Flugzeugen wartet noch auf seine endgültige Fertigstellung. Werner arbeitet gern an vielen Projekten gleichzeitig und er hat immer schon großes Interesse an außergewöhnlichen Fluggeräten gezeigt. Modelle, welche nicht auf jeden Modellflugplatz zu finden sind, jene Modelle erregen sein Interesse.

Und wie lautet der persönlicher Spruch von Werner –

mit zunehmenden Alter müssen die Modelle größer werden und langsamer fliegen.

Schön dass Du bei uns im Verein bist!


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